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Produktbeschreibung

 

LEKTROMIK® DS1

 

Digitales Sanftanlaufgert / Bremsgert

 

 

 

Inhalt

Allgemein. 2

Funktionsbeschreibung. 4

Gertebeschreibung. 4

Betriebszustnde. 5

Steuereingnge. 9

Steuerausgnge. 10

Fehlerbehandlung. 11

Fehlerbeschreibung. 12

LED-Anzeigen. 15

Display- und Bedieneinheit 15

Konfigurierung und Parametrierung. 16

Technische Daten. 16

 


 

 


Allgemein

 

Das LEKTROMIK DS1 ist ein elektronisches Motor-Steuergert fr den sanften Anlauf und sanften Auslauf oder das verschleifreie Bremsen von Drehstrommotoren, insbesondere der Wirkungsgradklassen IE1 bis IE3.

 

Merkmale des LEKTROMIK DS1

  •  
Dreiphasengesteuerter Sanftanlauf
Einstellbarer Drehmomentverlauf zur Schonung der Antriebskomponenten gegenber Direktstart oder Stern-Dreieck-Umschaltung.
 
  •  
Strombegrenzung
Reduzierung des Anlaufstromes bei der Startphase.
 
  •  
Phasenausfall- und Drehfeldberwachung 
  •  
Integrierte Bypass Relais
Minimierung der Verlustleistung durch interne berbrckung der Leistungshalbleiter
 
  •  
Sanftauslauf
Gezieltes Auslaufen fr Lasten mit einer groen Reibkomponente verhindert ein schlagartiges Abbremsen.
 
  •  
Hochlauf- und Auslaufzeiten getrennt einstellbar 
  •  
Integrierte Gleichstrom-Bremse, vollgesteuert, 2-phasig
Zuverlssiges elektrisches Abbremsen des Antriebes.
 
  •  
Bremsfunktion erfllt Anforderungen an PL = b gem DIN EN ISO 18349-1 
  •  
Integrierte Stillstandserkennung
Erkennung Motorstillstand und berwachung der Stillsetzzeit.
 
  •  
Geeignet fr Motoren in Delta-Schaltung  
  •  
Integrierte Auswertung der Motorwicklungstemperatur 
  •  
Optionale Schnittstellen
Modularer Ausbau mit den Schnittstellen: CANopen, Ethernet, Profinet, Modbus-TCP. Weitere auf Anfrage.
 
  •  
Steckbare push-in Steuerklemmen
Schnelle Montage vorkonfektionierter Steuerkabel bei Verwendung in Serienfertigung.
 
  •  
Schutzart IP20 
  •  
Strungs-LED
Sofortige Erkennung eines Fehlers.
 
  •  
Zertifizierung gem DIN EN ISO 19085-1: 2018 optional.
Weitere Normen siehe Technische Daten
 
  •  
Mikroprozessor gesteuert
Einfache Bedienung ber Dreh-Encoder-Knopf;
2-zeiliges Display
 
  •  
Vordefinierte Parameterstze fr verschiedene Applikationen 
  •  
2 Speicher fr Anwender-Parameterstze  

 

 

 

 

 

Blockschaltbild

 

 

Abb. 1 Blockschaltbild


Funktionsbeschreibung

 

Folgende Betriebsarten stehen zur Verfgung:

Sanftanlauf Bremsen

Sanftanlauf Sanftauslauf

Sanftanlauf Sanftauslauf in Delta-Schaltung

 

Fr den Sanftanlauf und Sanftauslauf werden drei antiparallele Thyritormodule in einer vollgesteuerten Schaltung eingesetzt. Die Motorspannung wird durch Phasenanschnittsteuerung der drei Thyristorenpaare verstellt. Dabei bleibt die Speisefrequenz des Motors identisch der Netzfrequenz. Das Antriebsmoment ist in einem groen Bereich parametrierbar.

 

Fr das Bremsen werden separate Thyristoren verwendet, um die Netzspannung gesteuert gleichzurichten. Der erzeugte Gleichstrom fliet durch zwei Wicklungen des Motors, wodurch ein stehendes magnetisches Feld erzeugt wird, welches die Drehbewegung des Lufers hemmt. Die Steuerung der Thyristoren erlaubt eine Einstellung des Bremsmomentes in einem groen Bereich.

 

Der Sanftanlauf/-auslauf in Delta-Schaltung ist nur mglich, wenn bei den Motoren alle 6 Wicklungsenden zum Anschluss verfgbar sind, und der Motor im Dreieck geschaltet ist. Gegenber der Standardschaltung kann das Gert dann bei Motoren mit 70% hherem Nennstrom eingesetzt werden.

 

Gertebeschreibung

 

In einem Gehuse sind die Prozessorbaugruppe, die Leistungsbaugruppe und die Displaybaugruppe integriert.

 

Die Prozessorbaugruppe steuert und berwacht alle Funktionen des Gertes, verarbeitet die Eingnge und steuert die Ausgnge. Die Baugruppe liest folgende Gren ein:

         Synchronisationssignale (3-phasig) aus der

Leistungseinspeisung L1, L2 und L3

         Motorspannung (3-phasig) an T1, T2 und T3

         Motorstrom (1-phasig) in T3

         Khlkrpertemperatur.

 

Auf der Leistungsbaugruppe sind die Thyristoren, Relais und weitere leistungselektronische Komponenten zusammengefasst. Drei Bypass-Relais werden direkt von der Prozessor-Baugruppe angesteuert, die Ansteuerung der Thyristorgruppen erfolgt potentialgetrennt ber Optokoppler.

 

ber die Display- und Bedieneinheit knnen Betriebsparameter angezeigt sowie die Konfiguration und Parameter verndert werden.

 

Betriebszustnde

Einschalten Steuerspannung

Aktive Eingnge 
Bedingung
Aktion Checksummentest

 

Nach Einschalten der Steuerspannung erfolgt eine Prfung der Checksummen des Firmware-Speichers und der Parameter-EPROMs.
Die Zndstufen der Thyristorbaugruppen sind gesperrt.
Die internen Bypass Relais und die Steuerausgnge sind ausgeschaltet.

 

Standby

Aktive Eingnge 
Bedingung Steuerspannung eingeschaltet
Keine interne Fehlermeldung
Aktion -

 

Die Steuerspannung ist eingeschaltet und es liegt kein Freigabe-Befehl vor. Die Zndstufen aller Thyristorbaugruppen sind gesperrt.
Die internen Bypass Relais und die Steuerausgnge ME und M0 sind ausgeschaltet.

Sanftanlauf

Aktive Eingnge  Befehle "Freigabe" und "Hochlauf" 
Bedingung -
Aktion Sanftanlauf wird eingeleitet

 

Bei gegebenen Befehlen Freigabe und Hochlauf wird die Motorspannung mit einer Rampenfunktion (ansteigender Zndwinkel des Phasenanschnitts) bis zur Vollaussteuerung erhht. Die Anfangsspannung (= Einschaltmoment) und der Spannungsanstieg (= Beschleunigung) sind in einem groen Bereich parametrierbar.

Ist die Strombegrenzung aktiviert, wird bei berschreiten des eingestellten Anlaufstromes die Hochlauframpe angehalten und erst dann wieder freigegeben, wenn gem Motorkennlinie die Drehzahl erreicht und der Motorstrom abgesunken ist.

Hochlaufende

Aktive Eingnge  Befehle "Freigabe" und "Hochlauf"
Bedingung  Sanftanlauf abgeschlossen
Aktion  Bypass Relais aktivieren, Zndsignale der Thyristorbaugruppen abschalten

 

Ist der Sanftanlauf abgeschlossen, d.h. die Vollaussteuerung erreicht, und der Motorstrom unter einem definierten Wert gesunken, werden die Bypass Relais aktiviert. Anschlieend werden zeitverzgert die Zndsignale der Thyristorbaugruppen abgeschaltet. Der Motorstrom wird weiterhin gemessen, um eventuelle berlast zu erkennen.

Eine Meldung Bypass aktiviert kann bei Bedarf auf den Steuerausgang MX konfiguriert werden.

Sanftauslauf

Aktive Eingnge  Befehl "Freigabe" 
Bedingung  Betriebsart "Sanftanlauf - Sanftauslauf" 
Signalbergang Befehl "Hochlauf" von 1 auf 0
Aktion  Sanftauslauf einleiten 

Durch Wegnahme des Befehls "Hochlauf" in der Betriebsarten "Sanftanlauf Sanftauslauf" oder "Sanftanlauf Sanftauslauf in Delta-Schaltung" wird der Sanftauslauf eingeleitet.

Die Thyristorbaugruppen werden in Vollaussteuerung gebracht (max. Zndwinkel). Nach einer Netzperiode werden die Bypass Relais deaktiviert und anschlieend zeitverzgert die Motorspannung ber eine parametrierbare Rampenfunktion bis Null zurckgenommen.

War das Hochlaufende nicht erreicht, wird lediglich die Motorspannung ber eine parametrierbare Rampenfunktion bis Null zurckgenommen. Danach werden die Zndstufen der Thyristorbaugruppen gesperrt.

Bremsen

Aktive Eingnge  Befehl "Freigabe" 
Bedingung  Betriebsart "Sanftanlauf - Bremsen"
Signalbergang Befehl "Hochlauf" von 1 auf 0 
Aktion  Bremsvorgang einleiten 

 

Durch Wegnahme des Befehls "Hochlauf" in der Betriebsart "Sanftanlauf Bremsen" wird das Bremsen eingeleitet.

Die Thyristorbaugruppen werden in Vollaussteuerung gebracht (max. Zndwinkel). Nach einer Netzperiode werden die Bypass Relais deaktiviert und anschlieend zeitverzgert die Thyristorbaugruppen abgeschaltet und die Zndstufen gesperrt. War das Hochlaufende nicht erreicht, werden die Thyristorbaugruppen sofort gesperrt.

Nach der Bremseinschaltverzgerung werden die Bremsthyristoren angesteuert. Der einstellbare Bremsstrom (Parameter I_b) bestimmt das Bremsmoment.

 

Stillstandserkennung

Whrend des Bremsvorgangs wird die Motorspannung zur Stillstandserkennung ausgewertet. Dabei wird die induzierte Spannung in der nicht vom Bremsstrom durchflossenen Wicklung gemessen. Diese induzierte Spannung ist ein Indikator fr den drehenden Motor. Zu Beginn des Bremsvorganges wird berprft, ob die induzierte Spannung in einem plausiblen Bereich liegt. Dies dient der Eigendiagnose des Systems.

Whrend des Bremsvorganges wird die induzierte Spannung weiter gemessen und berprft, ob sie einen definierten Wert unterschreitet. Wenn ja wird die Nachbremszeit (T_B_NACH) ausgelst.

Der Bremsbetrieb endet mit Sperren der Zndstufen der Bremsthyristoren entweder nach der Nachbremszeit, wenn der Motorstillstand erkannt wurde, oder nach der maximalen Bremszeit (T_B_MAX), wenn kein Motorstillstand erkannt wurde (berwachung der gebremsten Auslaufzeit mit Fehlermeldung).

Danach wird die Meldung Ein deaktiviert und geprft, ob keine Netzspannung an den Anschlssen L1, L2 und L3 mehr erkannt wird.

Wurde whrend des Bremsvorganges Motorstillstand erkannt wird jetzt die Meldung Stillstand (M0) ausgegeben.

 

Auslaufende

Aktive Eingnge Befehl "Freigabe"

Bedingung Sanftauslauf oder Bremsvorgang sind beendet

Aktion Alle Zndstufen der Thyristorbaugruppen sind gesperrt.

 

Der Befehl "Freigabe" steht noch an und der Sanftauslauf oder der Bremsvorgang sind beendet.

Alle Zndstufen der Thyristorbaugruppen sind gesperrt.

Die internen Bypass Relais und der Steuerausgang ME ist ausgeschaltet.

 

Ausschalten (DV 24V)

Aktive Eingnge -

Bedingung -

Aktion Alle Zndstufen sind gesperrt

Alle Relais sind AUS

 

 

Die Abbildungen 2 und 3 verdeutlichen den Signalverlauf fr die Betriebsarten Sanftanlauf Sanftauslauf und Sanftanlauf Bremsen.

 

Abb. 2 Signalverlauf Sanftanlauf / Sanftauslauf

 

 

 

Abb. 3 Signalverlauf Sanftanlauf / Bremsen

 



Steuereingnge

 

Die Steuereingnge sind potentialfreie Optokopplereingnge.

 

Logisch 1 Eingang angesteuert oder aktiv

Logisch 0 Eingang nicht angesteuert oder nicht aktiv

 

Sie sind ansteuerbar von einer SPS oder ber Kontakte mit Hilfsspannung.

 

Eingang 1 / BF (Befehl Freigabe)

0 Das Gert ist bzw. wird gesperrt. Keine Funktion wird ausgefhrt bzw. eine ausgefhrte Funktion (Sanftanlauf, -Auslauf oder Bremsen) wird abgebrochen.

1 Das Gert ist freigegeben

 

Sofern fr die Applikation keine kontinuierliche Freigabe (Eingang 1 / BF = Brcke zulssig) zulssig ist, muss nach Einschalten der 24VDC-Steuerspannung zum Aktivieren des Befehls ein Zustandswechsel von 0 nach 1 erfolgen.

 

Eingang 2 / BH (Befehl Hochlauf)

0 Das Gert wechselt vom Betriebszustand Sanftanlauf / Hochlaufende zu Sanftauslauf oder Bremsen, je nach Konfiguration.

1 Das Gert startet den Sanftanlauf bzw. wechselt vom Betriebszustand Sanftauslauf / Bremsen / Auslaufende in den Betriebszustand Sanftanlauf.

 

Sofern fr die Applikation kein kontinuierlicher Hochlaufbefehl (Parameter Eingang 2 / BH, Brcke zulssig) zulssig ist, muss nach Einschalten der 24VDC-Steuerspannung zum Aktivieren des Befehls ein Zustandswechsel von 0 nach 1 erfolgen.

 

Eingang 3 / BX (Eingang fr Sonderfunktionen)

Die Verwendung ist konfigurierbar fr:

         Keine Funktion

         Strung quittieren 1 = quittieren

         Startpuls aktivieren 1 = aktivieren

         Startoffset aktivieren 1 = aktivieren

 

Motor-PTC

Eingang fr Anschluss der Motor-Temperaturberwachung. Erlaubt sind Motor-PTC oder Temperaturschalter.

0 bertemperatur

1 Temperatur normal

Wird kein Motor-PTC verwendet, ist der Eingang zu brcken.

 

Steuerausgnge

 

Die Steuerausgnge sind potentialfreie Kontakte (Relaisausgnge).

 

Logisch 1 Kontakt geschlossen

Logisch 0 Kontakt offen

 

Ausgang 1 / MB (Meldung BEREIT)

0 Gert nicht betriebsbereit / es liegt ein Fehler vor

1 Gert ist betriebsbereit / in Betrieb / es liegt kein Fehler vor

 

Dieser Ausgang ist z.B. zur externen Verriegelung des Hochlauf-Befehles verwendbar.

 

Ausgang 2 / ME (Meldung EIN)

0 Gert ist nicht betriebsbereit (MB = 0) oder es befindet sich im Betriebszustand Auslaufende oder Standby

1 Gert befindet sich in einem der Betriebszustnde: Sanftanlauf, Hochlaufende, Sanftauslauf, Bremsen

 

Dieser Ausgang ist zur Ansteuerung des Hauptschtzes vorgesehen. Dadurch ffnet bzw. schliet das Hauptschtz stromlos, die Lebensdauer der Schtzkontakte wird somit erheblich verlngert.

 

Ausgang 3 / M0 (Meldung Stillstand)

0 whrend der Betriebszustnde Sanftanlauf / Standby / Hochlaufende / Sanftauslauf
und
wenn im Betriebszustand Bremsen eine der unten genannten Bedingungen nicht erfllt ist

1 wenn im Betriebszustand Bremsen Motorstillstand erkannt wird
und die Thyristoren gesperrt sind
und Meldung ME deaktiviert ist
und Freigabe BF aktiviert ist
und kein sonstiger Fehler erkannt wird.

 

Relais mit zwangsgefhrten Kontakten optional bestckbar.

 

Ausgang 4 / MX (Ausgang Sonderfunktionen)

Die Verwendung ist konfigurierbar fr:

         Keine Funktion

         Warnung Gertetemperatur 1 = Warnung

         Alle Warnungen 1 = Warnung

         Fehler Typ 2 1 = Fehler

         Alle Fehler 1 = Fehler

         Bypass aktiviert 1 = Bypass aktiviert

         Bremse lsen (optional) 1 = lsen

 

Fehlerbehandlung

 

Fehler des LEKTROMIK DS1 werden in 4 Typen klassifiziert. Je nach Fehlertyp werden spezifische Gerteaktionen ausgelst und erfordern unterschiedliche Quittierungsformen.

 

Fehlertyp 1 keine Sicherheitsfunktion

Gerteaktion:

Alle Thyristorbaugruppen werden gesperrt

Bypass Relais werden abgeschaltet

Keine Meldung Bereit (Ausgang MB Kontakt offen)

Keine Meldung Ein (Ausgang ME Kontakt offen)

Keine Meldung Stillstand (Ausgang M0 Kontakt offen)

Strungs-LED blinkt

Fehler wird im Klartext im Display angezeigt (Displaybeleuchtung ein)

Speicherung der Fehlermeldung

 

Quittierung erfolgt durch

         Ab- und Zuschalten der Steuerspannung 24VDC oder

         durch Rcksetzen des Befehls Freigabe (Eingang BF Kontakt offen) oder

         Aktuelle Meldung / Quittieren oder

         Konfigurierter Quittier-Eingang BX

 

Wiederanlauf

         nach Rcksetzen des Befehls Freigabe oder

         Ab- und Zuschalten der Steuerspannung 24VDC

 

Fehlertyp 2 Sicherheitsfunktion

Gerteaktion:

Alle Thyristorbaugruppen werden gesperrt

Bypass Relais werden abgeschaltet

Keine Meldung Bereit (Ausgang MB Kontakt offen)

Keine Meldung Ein (Ausgang ME Kontakt offen)

Keine Meldung Stillstand (Ausgang M0 Kontakt offen)

Strungs-LED blinkt

Fehler wird im Klartext im Display angezeigt (Displaybeleuchtung ein)

Speicherung der Fehlermeldung

 

Quittierung erfolgt durch

         Aktuelle Meldung / Quittieren oder

         Konfigurierter Quittier-Eingang BX

Wiederanlauf nur nach erfolgter Quittierung und

         nach Rcksetzen des Befehls Freigabe oder

         Ab- und Zuschalten der Steuerspannung 24VDC

 

Fehlertyp 3 Warnung

Gerteaktion:

Anzeige der Warnmeldung im Display (Displaybeleuchtung ein)

Speicherung der Warnmeldung

 

Quittierung ist nicht erforderlich, aber mglich durch:

         Ab- und Zuschalten der Steuerspannung 24VDC oder

         durch Rcksetzen des Befehls Freigabe (Eingang BF Kontakt offen) oder

         Aktuelle Meldung / Quittieren oder

         Konfigurierter Quittier-Eingang BX

 

Fehlertyp 4 Mikroprozessorfehler

Gerteaktion:

Alle Thyristorbaugruppen werden gesperrt

Bypass Relais werden abgeschaltet

Keine Meldung Bereit (Ausgang MB Kontakt offen)

Keine Meldung Ein (Ausgang ME Kontakt offen)

Keine Meldung Stillstand (Ausgang M0 Kontakt offen)

Strungs-LED leuchtet

Speicherung der Fehlermeldung

 

Eine Quittierung ist nicht mglich. Reset nur durch Ab- u. Zuschalten der Steuerspannung 24VDC.

 

Fehlerbeschreibung

 

Das LEKTROMIK DS1 erkennt Gertefehler sowie Fehler in der Applikation.

 

Fehler im Leistungsteil

Aktiv: immer

Bedingung: Es liegt ein interner Fehler im Leistungsteil vor.

Z.B. Fehler in Hilfsversorgung.

Aktion: Verfahren nach Fehlertyp 1

 

 

Fehler Phasenerkennung

Aktiv: Meldung ME ein

Bedingung: Eine oder zwei Phasen sind ausgefallen bzw. die Synchronsignale sind nicht in der richtigen Phasenlage. berwachung der Periodendauer und Lcke von positivem und negativem Synchronsignal.

Aktion: Der Leistungsteil wird bei einer Fehlerdauer innerhalb der Grenze der Phasenberwachung gesperrt, danach wird der Betrieb fortgesetzt. Ist die Fehlerdauer grer als die Grenze der Phasenberwachung oder tritt der Fehler mehrmalig whrend eines Betriebszyklus auf, Verfahren nach Fehlertyp 1.

 

Fehler Drehfeld

Aktiv: Meldung ME ein und Verzgerungszeit des Hauptschtzes abgelaufen und Drehfelderkennung aktiviert

Bedingung: Das Drehfeld der Netzeinspeisung ist falsch, d.h. die Synchronsignale sind nicht in einer bestimmten Reihenfolge (RDF).

Aktion: Verfahren nach Fehlertyp 1

 

Fehler Stillstandserkennung

Aktiv: im Betriebszustand Bremsen und bei aktivierter

Stillstanderkennung

Bedingung: Innerhalb der parametrierbaren maximalen Bremszeit (T_B_MAX) wird kein Motorstillstand erkannt.

Aktion: Verfahren nach Fehlertyp 1. Tritt der Fehler 3x hintereinander auf, dann Verfahren nach Fehlertyp 2.

Nach Quittierung wird bei einem erneuter Fehler nach Fehlertyp 1 verfahren.

 

Fehler Anlaufstrom

Aktiv: im Betriebszustand Sanftanlauf und bei aktivierter Strombegrenzung

Bedingung: Das Ende der Hochlauframpe wird innerhalb der berwachungsgrenze nicht erreicht.

Aktion: Verfahren nach Fehlertyp 1

 

Fehler Hochlaufende

Aktiv: im Betriebszustand Sanftanlauf

Bedingung: Nach Ablauf der Hochlauframpe sinkt der Motorstrom nicht innerhalb der berwachungszeit unter einen berwachungsgrenzwert.

Aktion: Verfahren nach Fehlertyp 1

 

Warnung Bremsstrom

Aktiv: im Betriebszustand Bremsen

Bedingung: Der vorgesehene Bremsstrom (Parameter Bremsstrom) wird nicht erreicht.

Aktion: Verfahren nach Fehlertyp 3

 

Warnung Gertetemperatur

Aktiv: immer

Bedingung: Die Differenz von Khlkrpertemperatur zu dem fr den gewhlten Anlauf-/Bremsstrom zulssigen Wert ist kleiner als die parametrierbare Warnschwelle.

Aktion: Verfahren nach Fehlertyp 3

 

Fehler Gertetemperatur

Aktiv: immer

Bedingung: Die Khlkrpertemperatur steigt ber dem fr den gewhlten Anlauf-/Bremsstrom zulssigen Wert.

Die Hysterese fr Wiedereinschalten ist von der Warnschwelle (s.o.) abhngig.

Aktion: Verfahren nach Fehlertyp 1.

Fehler Motortemperatur

Aktiv: immer

Bedingung: Die Wicklungstemperaturberwachung des Motors (Motor-Temperatursensor) hat ausgelst.

Aktion: Verfahren nach Fehlertyp 1

Fehler Hauptschtz

Aktiv: Meldung ME aus

Bedingung: Nach Absteuern des Hauptschtzes steht nach Ablauf einer berwachungszeit noch Spannung an L1/L2/L3 an (Auswertung der Synchronsignale).

Aktion: Verfahren nach Fehlertyp 2

 

Fehler Mikroprozessor

Aktiv: immer

Bedingung: Der Watchdog der Prozessorbaugruppe hat angesprochen.

Aktion: Fehlertyp 4

 

Fehler berstrom

Aktiv: immer

Bedingung: Die Strommessung detektiert berstrom des Leistungsteils (lst Interrupt aus).

Aktion: Verfahren nach Fehlertyp 2, jedoch werden die Bypass Relais erst nach Ablauf einer Verzgerungszeit des Hauptschtzes abgeschaltet.

 

Fehler berlast

Aktiv: im Betriebszustand Hochlaufende

Bedingung: Der gemessene Motorstrom ist grer als das n-fache des Motornennstroms.

Aktion: Verfahren nach Fehlertyp 1

Fehler Relais M0

Aktiv: nur bei Bestckung des optionalen Relais mit zwangsgefhrten Kontakten

beim Einschalten des Gertes oder

bei jedem Schalten des Relais M0

Bedingung: der Status des Rckmeldekontakts korrespondiert nicht mit der Ansteuerung des Relais M0

Aktion: Verfahren nach Fehlertyp 2

 

 

LED-Anzeigen

Auf der Steuerplatine des LEKTROMIK DS1 befinden sich 2 LED-Anzeigen:

 

Die rote Strungs-LED signalisiert einen Fehlerzustand.

 

Aus: es liegt kein Fehler vor

 

Ein oder blinkend: Strung

 

Details zu Fehler oder Warnung: siehe Men Meldungen am Gert.

 

 

 

 

Die grne LED signalisiert die Meldung BEREIT und entspricht dem Status des Steuerausgangs 1 / MB.

 

Aus: das Gert ist nicht betriebsbereit

 

Ein: das Gert ist betriebsbereit

 

 

 

 

Display- und Bedieneinheit

 

Textfeld: DisplayTextfeld: Drehencoder

 

Abb. 4 Display- und Bedieneinheit

Das LEKTROMIK DS1 ist mit einem zweizeiligen LCD-Display zur Anzeige von Betriebszustnden und Konfiguration / Parametern ausgestattet. Die Hintergrundbeleuchtung hat eine einstellbare Leuchtdauer. Beim Bettigen des Drehencoders oder Tasters schaltet die Hintergrund-beleuchtung ein.

 

Drehencoder

 

Drehen

-          Navigation in den Statusanzeigen

-          Navigation in den Mens, Anwahl und Eingabe von Werten

Drcken

-          Besttigung der Eingabe / Auswahl

-          Anwahl Menpunkt

 


 

Konfigurierung und Parametrierung

 

siehe Datei LDS1_Menstruktur_V5.pdf

 

 

 

 

 

 

Technische Daten

 

LEKTROMIK
DS1

 

 

 

Nennstrom

A

30

 

- Nennleistung Motor bei 400V

kW

15

 

Spannungsbereich 3AC

VAC

200 480

 

Steuerspannung

VDC

24

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Khlung

Konvektion, optional Lfter

 

Gewicht

kg

ca. 3

 

Hhe

mm

235

 

Breite

mm

90

 

Tiefe:

mm

195

 

 

 

 

Bestell-Nr.

 

 

 

 

 

 

 

Optionen

Bezeichnung

 

Bestell-Nr.

 

Zertifizierung gem EN ISO 19085-1: 2018 fr Holzbearbeitungsmaschinen

in Arbeit.